Der eine kommt an, die andere hängt in der Luft

So kurz könnte ich die Zeit seit gestern zusammenfassen.

Ich wollte wirklich gern traurig sein, ich wollte weinen, wollte aktiv vermissen, wollte nichts mehr runterschlucken.

Tja dann hatte ich das „Vergnügen“ von einem geplatzen Zulaufschlauch unserer Heizungsanlage und dem dementsprechend gefluteten Keller gestern Nachmittag noch ordentlich „unterhalten“ zu werden.

Es weint sich einfach ganz besonders schlecht, wenn man Wasser schippt, dabei mit der Heizungsfirma telefoniert und verzweifelt den Haupthahn sucht.

Ihr könnts gern mal probieren, bei mir hats nicht funktioniert.

Dann hatte ich aber Glück.

Glück in der Form der liebsten Frau Schnackeline, die den ganzen Abend analog mit mir mitgelitten hat per Telefon.

Reden, ablenken, etwas planen, tat gut allerdings kam dann der böse Katzenjammer, als ich aufgelegt hatte und die Stille dann um mich war.

Ich stand im dunklen Wohnzimmer und schwupp die wupp da kamen sie dann, die traurigen, die wütenden, die einsamen Tränen.

Ab heute also allein einschlafen…

Mal ein gutes Stündchen durchgeweint und es gerade noch geschafft mich zusammen zu reißen, als der Mann-der-gegangen-ist anrief um mir euphorisch mitzuteilen, daß er mit seinem Bruder in der Schlange der Zollabwicklung in Kanada stehen würde, also gut angekommen wäre, er sich etwas müde fühlen würde aber sonst alles toll wäre.

Man würde morgen wieder sprechen und tschüß..

Dieses mit Tränen einschlafen und mit Tränen aufwachen ist sehr kontraproduktiv und so eierte ich ziemlich durch den morgen.

Die kurze Morgenrunde mit dem Hundeopa tat gut aber im Radio auf dem Weg zur Arbeit mußte leider genau das richtige Lied gespielt werden und so durfte dann die Sonnenbrille mein Gesicht auch bis ins Büro schmücken.

Irgendwie ist dieser Tag allgemein nur überstanden worden, den Kindern geht es soweit ganz gut, ich merke das sie es noch nicht so richtig realisiert haben.

Heute Abend rief er dann nochmal an, einpaar Schwierigkeiten haben die Herren auch schon, der Travelrucksack des Bruders ist nicht mit in Toronto gelandet (mein Mitleid hielt sich in Grenzen, böse Frau P.!), die Nacht war sehr kurz, das Bett des Mannes war gekracht am frühen Morgen ( so ein Hostelbett ist wohl nicht umbedingt für den wohlgenährten Herrn von mitte 30 gebaut) aber ansonsten gings ihnen gut.

Konto und Arbeitserlaubnis hatten sie schon beantragt, Handykarte sollten noch folgen, Fotos wurden schon einige gemacht… soweit also alles prima.

Internetverbindung wäre recht schlecht, deswegen wüsste er nicht, wann er sich per Skype und Cam melden könne, müsse man die Tage mal gucken und schwupps mußten die Herren auch schon wieder weiter.

Die Kontakte des letzten Tages zeigen mir, daß es so nicht gut gehen wird, zu unterschiedlich, ich hoffe wir nähern uns an, ich hab so auf seine Anrufe uns sms gewartet und war entäuscht, wenn ich aufgelegt oder es gelesen hatte aber vielleicht bin ich auch nur überspannt.

Es ist eben so, wie ich es ihm schon vor 2 Tagen erkärt habe, wir gehen Beide mit vollkommen unterschiedlichen Gefühlen und Einstellungen an diese Zeit ran, die Kunst wird darin bestehen eine gemeinsame Linie zu finden…

 

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Über vonpummelfeezuelfe

Über mich? Steht doch alles im Blog! :-)
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Eine Antwort zu Der eine kommt an, die andere hängt in der Luft

  1. schnackeline schreibt:

    Keine Worte nur einen dicke, fette Umarmung (((((((((((Pummelfee)))))))))))

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