und dann waren da noch Songs für Irma

Etwas still war Frau P. in den letzten Tagen.

Ein nicht unerheblichen Anteil an dieser ruhigen Stimmung hier hatte Frau Ps. kleine Reise an die Waterkant.

Diesmal war allerdings nicht die schönste Stadt der Welt das Hauptziel sondern das Uebel und Gefährlich.

Dort fand am Sonntag abend ein besonderes Konzert statt.

Besonders zum Einen, weil eine feine Auswahl besonders guter Künstler sich die Klinke bzw. das Mikro in die Hand gaben, besonders zum Anderen weil es ein Benefizkonzert war.

Vor einigen Wochen las Frau P. auf der Gesichtsseite die recht kurze Notiz von Herrn Drieschner: Toll – ein lupenreines TV Noir Klassentreffen für einen guten Zweck. Gar nicht mal so schlecht dieses Hamburg von dem man sich so viel erzählt. – und da Frau P. schon sehr viele gute TV Noir Abende verbracht hat, lohnte es sich auf den kleinen Link zu gehen.

Es war zu allererst nur ein Name. Der Name. Der Cowboy. Der Soundtrack meiner Melancholie, Sehnsucht aber auch des Glücks im letzten Jahr.

Herr Gisbert zu Knyphausen gibt sich die Ehre!

Er, diese Stadt und dann das Thema.

Songs für Irma.

Das Konzert fand zum Andenken an Irma statt. Irma, eine gute Freundin der Organisatoren des Konzerts, verstarb im vergangenen Dezember nach schwerer Krankheit mit 39 Jahren. Die Einnahmen kommen der Familie zugute.

Irgendwie war nach diesem Satz schon alles klar für Frau P.

Dann durfte sie aber auch noch erfahren, daß auch die Herren Niels Frevert, Jan Plewka, Cäthe, Olli Schulz und Wolfgang Müller Ihre Guitarrenseiten und Stimmbänder für den geneigten Zuhörer zum klingen bringen wollten und dann gab es eigentlich keinen Grund mehr, warum ich mich nicht direkt um Karten bemühen sollte.

Ok einen kleinen Dämpfer vielleicht.

A) Hamburg ist weit weg

B) Wer geht mir mir da hin?

C) Es ist an einem Sonntag Abend

D) Wohin mit denen, die nicht mit können?

So wurde schnell

a) Frau Schnackeline informiert, daß sie sich über Frau P. nebst Anhang inkl. Hundemänner freuen dürfe.

b) Dem Mann erklärt, daß er mit zu gehen hat, daß Frau P. sehr wohl bewußt ist, daß er die Musik nicht mögen wird, er dies aber Ihr zu Liebe tun dürfe

c) Urlaub am Montag genommen

d) Die genkompatiblen Nachfahren wegorganisiert.

Schwups hatte Frau P. am ersten Tag des Kartenvorverkaufs 2 Tickets geordert und seitdem sich fürchterlich auf Ende Februar gefreut.

Das Konzert:

Wir kamen etwas zu früh an, tranken ganz stilvoll noch ein Dosenbier von der Tanke vorm Bunker und gingen kurz vor Beginn durch die Kontrolle.

Natürlich wurde Frau P. mit Ihrer HandtaschedieeinemdasÜberlebenverscholleninderPrärieermöglichenwürde rausgewunken, der nette Herr Security starrte hilfelos in die 3 – 10 Kilo Inhalt und traute sich nicht wirklich den Inhalt durch typisches Anstupsen am Boden in Wallung zu bringen.

Da ich immer hilfsbereit bin fragte ich den Herren umgehen nach was er suchen würde, ich hätte da voll den Überblick, dieses Chaos wäre nur für den ungeübten Betrachter verwirrend.

Der Herr verneinte allerdings höflich grinsend und übergab mir mein Täschchen. Den Blicken des Mannes warf ich direkt ein: Der sieht davon mindestens hundert Stück am Abend, alle Mädchentaschen sehen so aus!

Der Mann war langweilig und entgegnete seinen Standartsatz: Die haben aber auch keine Platten im Rücken!!!

Aber es wurde ihm verziehen, schließlich begleitete mich Mister RammsteinTshirtauchbeiHausbesichtiungenträger mehr oder weniger freiwillig und gut gelaunt auf dieses Konzert, was für ihn außer mir wohl keinen Mehrgehalt hatte. Denn schließlich konnte man a) die Texte verstehen, weil sie gesungen und nicht geschriehen wurden, b) Es nur Männer mit Akustikguitarre gab, c) es nicht gesprungen oder geschubst werden würde.

Um meine Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen steuerte ich direkt mit dem Herrn die Bar an, spendierte diesmal ein Flachenbier und entschied, daß wir dort sehr gut den Abend verbringen könnten.

Das Uebel und Gefährlich ist eine tolle Lokation.

Und es lag eine besondere Stimmung in der Luft.

Es war voll

Es war dunkel

Es war heiß

Aber es war eine ruhige Stimmung, der Gedanke und Grund dieses Konzerts lag in der Luft.

…. aber heute feiern wir das Leben!

Das Motto des Abends, ausgerufen durch die Organisatoren und so sollte es sein!

Zuerst kam Herr Olli Schulz auf die Bühne, er war, wie ich ihn von den Festivals kannte, komedial zwischen, tiefsinnig in seinen Liedern, ich mag Herrn Schulz!

Anschließend kam der Herr auf die Bühne, der laut Herrn Schulz noch stärker als er selbst den Fehler eines fehlenden Künstlernamens begangen hat, Herr Wolfgang Schulz betrat die Bühne.

Ich mag einige seiner Songs, einige sind mir aber auch zu dunkeltraurig und so ist es immer noch ein Rätsel warum ich seit Sonntag den Ohrwurmsatz: und sie fährt auch immer noch Fahrrad….. in mir hab. Faszinierend.

Dann kam ER!

Sorry mit dem Handy fotografiert Frau P. noch schlechter als mit einer normalen Kamera :-).

Ich muß Herrn zu Knyphausen unbedingt mal im Gras sitzend an der frischen Luft erleben.

Ich bin nicht gut in hochgestochenen Rezessionen von Konzerten. Der Herr LK hätte wohl einen fantastischen Bericht auf seinem Blog dazu verfasst aber der war ja nicht da, armer Herr LK :-).

Einen Aha Moment hatte aber die Frau P. , die Frau P. die Musik liebt aber wahrscheinlich so ziemlich jeden Ihrer GernehörKünstler auf der Straße übersehen würde, weil sie eben Musik nur hört.

Wir hatte uns gerade etwas zu Boden gelassen als Herr Plewka nebst Kombo die Bühne betrat und nach drei Zeilen, war dieses: Die Stimme kenne ich doch und war mir Herr Plewka vor dem Konzert namentlich nicht bekannt, so war sofort der Gedanke, das ist doch der Sänger von Selig! Selig hatte ich damals sehr gern gehört und die Stimme von Herrn Plewka besonders. Ha und ich hatte recht! 🙂

Er spielte dann auch noch unser Ringlied und da nahm mich auch der Mann wieder ganz fest in seinen Arm – Für immer und Dich! –

So kann ich sagen, daß ich ausschließlich jeden Künstler hervorragend fand, ich neue Lieder hörte, mich über vertraute freute, es mich manchmal fast zum weinen, oft zum lachen und regelmäßig zum Gedankenfliegen brachte. Es ein toller Abend war und der Mann wirklich, wirklich tapfer war.

Ein einziges Mal kam von ihm der Satz: Oh Juhu schon wieder ein Mann mit einer Guitarre!

Aber der war ihm verziehen 🙂 Denn was ich sehr stark an diesem Abend spürte war seine Freude, Freude weil ich mich so freute. Es war ein zärtliches, gemeinsames Musikhören in einer heißen, stickigen Halle und fühlte sich sehr gut an!!!

Ich bin froh da gewesen zu sein, mit IHM 🙂

Zum Abschluß gab es dann noch Hähnchen auf der sehr ausgestorbenen Reeperbahn aber selbst das Sitzen im Fastfoodlokal mit Blick auf diese besondere Straße hatte noch was magisches an diesem Abend.

Man sollte viel öfter einfach mal Karten kaufen….

Und Irma war dabei, den ganzen Abend, da bin ich mir sicher!

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Über vonpummelfeezuelfe

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2 Antworten zu und dann waren da noch Songs für Irma

  1. Nadine schreibt:

    Schöööööön! 🙂

  2. kewirei schreibt:

    Liebe Frau Pummel-Elfe,

    das hört sich aber sehr gut an.
    Er kommt mit zu einem Konzert, weil du es möchtest.
    Sehr schön.

    Dein Ölfy

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