Manchmal ist bunt auch zu grell

Bunt ist es hier.

Häufig benutze ich diesen Satz.

Er kann alles sein.

Meist ist er aber das Sinnbild fürs Chaos :-).

Ich mag auch mal Chaos und ich mag es bunt.

Aber zur Zeit ist es mir etwas zu bunt.

Es ist voll.

Voll von Terminen

Voll von Verpflichtungen

Voll von Sorgen

Voll von Aufgaben

Voll von Vergangenheit.

Eigentlich könnte ich jeden Tag hier Protokolle posten, die einem im Nachhinein fragen lassen, ob ich noch in 24 Stunden rechne.

Einen großen Teil hat die neue Jungfirma.

Ein sehr geschätzer Kollege, der bisher „The Brain“ war, der alles im Kopf hatte, der der Verwaltungsspezi war, ist spontan krank ausgefallen.

Zu lange, zu viel zugemutet, zu lange über die Grenzen gegangen. Jetzt pieps und das laut und der gute Herr braucht ne Auszeit.

So arbeite ich mich gerade wild in die „The Brain“ Position ein. Habe Spaß dabei, habe hohe Verantwortung, habe viel Abwechslung aber eben auch viel Streß. Es läuft und es läuft auch gut aber ich bin viel dort, zu viel für das was mich hier Zuhause erwartet.

Haushalt, Tiere, Termine, daß reichte bisher schon um die Nachmittage gut voll zu kriegen.

Jetzt kommen zur Zeit große Sorgen um den großen Wusel dazu.

Wir haben schön Ärztemarathons hinter uns.

Zur Zeit haben wir eine Medikamention die hilft, daß entspannt.

Ein Kind was den ganzen Tag ununterbrochen hustet, immer hustet, ständig ausfällt, nicht zur Schule kann, weil sie Kopfschmerzen und Schwindel wegen dem Dauerhusten hat. Die Geräuschkulisse die selbst an den eigenen Nerven nagt.

Es waren harte 4 Wochen.

Jetzt wird es dort besser aber sie tut sich schwer mit sich selbst.

Hallo Pupertät! Warum bist Du bitte schon da?

Schulisch läuft es nicht gut. Sie ist schlecht.

Netter kann man es nicht sagen.

Ich kann es erklären, weiß was sie alles mitgemacht hat.

Aber wenn das Kind nach Tagen des intensiven lernens trotzdem wieder eine 5 in Englisch nach Hause bringt, dann macht das einen Müde. Das Kind und auch mich.

So trocknet man Tränen, investiert nicht wenig Geld in Nachhilfe, baut auf aber muß auch Grenzen setzen.

Nicht einfach. Vorallem nicht einfach, wenn man es so nie gekannt hat.

Jetzt gehören täglich Hausaufgabenbetreuungen und Übestunden mit auf dem Plan.

Gerne aber woher krieg ich die Zeit?

Die Hunde wollen doch auch noch raus. Wollen gefordert werden.

Ach ja die Hunde.

Letzte Woche war ich kurz davor Timba wieder zur Vermittlung zu geben.

Es ist nicht leicht mit ihm.

Er ist auf der einen Seite wundervoll, vermuscht, liebevoll, lustig.

Auf der anderen Seite ist er der typische Angsthund.

Es ist schwierig mit ihm draußen, wenn andere Hunde entgegen kommen.

Es ist schwierig mit ihm, wenn man sauber machen will.

Es ist schwierig mit seinem Jagdtrieb.

Es ist schwierig mit seinen „Phasen“.

Als ich schon eine wirklich gute Stelle hat, die ihn vermitteln wollte, hab ich einen Rückzieher gemacht.

Ich hatte vorher noch laut gesagt, daß ich irgendwie keine Bindung zu ihm bekomme.

Als ich nach dem Termin mit ihm draußen war, er mich immer wieder fragend ansah, sich an mich kuschelte zuhause, seine Schnauze immer wieder unter meine Hand schob, weil er doch noch nicht fertig geschmust hatte, da merke ich: Verdammt der ist schon drin! Er ist drinn in diesem großen tiefen Pummelherz, nein wir geben noch nicht auf, wir geben jetzt Gas, wir müssen arbeiten!

So wird Timba doch erstmal bleiben. Wir geben uns noch einpaar Monate und entscheiden dann. Sind wir die richtigen für Timba? Paßt Timba zu uns? Ich will gerade so gern ein JA haben aber wir müssen dafür was tun.

Lieben, Leben, bleiben, trennen, das könnte ich auch auf die Menschen übernehmen.

Es ist mal wieder nicht leicht bei den Großen, war vielleicht nie leicht aber grad fehlt mir Kraft.

Ich bin das erste mal komplett genervt. Will nicht immer Erklärungen suchen, will nicht immer „fünwe gerade“ sein lassen, will endlich mehr Feetback, will ein auf MICH zu kommen, will mehr Zuneigung, mit Worten, mit Taten.

Kommt aber nicht.

Was daraus resultiert? Keine Ahnung.

Eine Trennung steht jetzt aber fest.

Muß geschehen und auch diese fällt mir nicht leid.

Mein Messi und ich werden uns trennen.

Ich mochte meinen kleinen Twingo immer, freute mich im Sommer über das offene Faltdach, konnte mich auf ihn verlassen.

Jetzt ist aber die Zeit wo ich sagen muß. Alt ist er geworden und klein. Zu klein für uns.

Ich krieg den Hundeopa kaum noch rein, weil er eben auch alt geworden ist, mehr Platz braucht, die Kinder werden immer größer, Fahrten zur Hundwiese werden ein Abendteuer.

Ich brauch mehr Platz.

Der schwarze Blitz wurde ja für den Mann gekauft. Ist zwar faktisch gesehen auch meiner aber der Mann fährt ihn, pflegt ihn, mag ihn, hat ihn ausgesucht, soll er ihn haben.

Ich suche also so zwischendurch nun auch noch einen neuen Messi.

Größer soll er sein.

Von besonders schick hab ich mich erstmal verabschiedet, das ist einfach nicht mein Leben, ich brauch ein Gebrauchsauto. Also werden nun die Kastenwagenähnlichen Angbote durchforstet, angesehen, probegefahren, diese Woche waren es wieder 2 Stück.

Einer viel durch, der andere ist noch auf Fragezeichen.

Es macht mir dieses Mal keinen Spaß, wobei ich eigentlich immer gern nach Autos geguckt hab, diesmal aber nicht, vielleicht wegen den engen Zeitfenstern.

Na ja und so wuselt es sich hier im wirklich Wuselhausen.

Läßt mich in meinem kleinen Pummelblögchen verstummen, weil ich abend so platt bin oder noch andere Sachen machen muß, Kleidung will gewaschen, Sachen geputzt, die Amy Katze entfiltzt, Briefe geschrieben werden….

Seit 2 oder 3 Tagen mag ich nicht mehr.

Kam diese Woche nur ein mal zum Sport. Bin oft müde und genervt.

Fürs  Erste habe ich mir eine kurze Auszeit verordnet und fahre morgen zur Lieblingsneuholländerin.

2 halbe Tage, 1 Nacht, reden, lachen, shoppen, böse Sachen essen.

Ich, nur ich und sie (ok und ihre Familie :-))

Keine Wuselkinder, kein Nichtmann, keine Tiere.

Ich muß hier mal raus.

Muß auch etwas nachdenken, muß mal mit ihr tiefer reden und muß mir mal was anhören lassen, denn irgendwie muß sich was ändern.

Dummerweise sehe ich gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ich weiß, daß ich mehr Zeit für mich haben will.

Ich weiß das ich wieder mehr Kontakt zu meinen Freundinnen haben will.

Ich weiß das ich meine Kinder effektiver Unterstützen will.

Ich weiß wieder mehr lachen will.

Ich weiß nur leider gerade nicht, wie ich das alles anstelle.

Jetzt wirds doch bald schön draußen.

Der Garten muß gemacht, die Vorderfront soll verschönert (weil ich es will, nicht die anderen) werden, wann das denn noch alles?

Es mischen sich die Gefühle, von voller Tatendrang, bis hin zu, ich will weg, weit weg und das erste Mal wirklich niemanden von hier mitnehmen.

Das darf so nicht sein. Ich liebe mein Leben, wollte es so haben, also Hallo Leben wir müssen reden!!!!

Tja sie lasen eine Artikel aus der Reihe – Frau P. macht sich Luft.

Lebenserhellende Tips werden gern entgegen genommen.

Eure

Frau P.

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Über vonpummelfeezuelfe

Über mich? Steht doch alles im Blog! :-)
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2 Antworten zu Manchmal ist bunt auch zu grell

  1. kewirei schreibt:

    Liebe Frau P.

    ich drück dich mal (((Frau P.))),
    und wenn ich hochspringen muss….
    viel Spaß bei der Freundin
    dein Ölfy

  2. Christina schreibt:

    Hmmm, da ist die Frage: was macht mehr Stress?
    Die Vormittage oder die Nachmittage…
    Einfach Mist, egal woran es liegt. Du musst Arbeiten um Geld zu verdienen, aber die Kinder brauchen dich und die Tiere brauchen dich auch.
    Gönne dir öfter mal eine Auszeit, nicht nur, um über dein Leben nachzudenken – einfach zum Kraft nachtanken. Fühl dich mal lieb gedrückt,

    LG von Christina

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