Alle guten Dinge sind drei – oder so…

Heute hat sie gelächelt.

Im Auto, kurz vorm Büroparkplatz.

Der Grund war der Satz oben und der Beisatz, na so langsam wirds Frau P. oder?

Ich bin nicht gut im ertragen von Herzschmerzsachen.

Ich bin vorallem nicht gut im Abschalten, kann und will mich dann nicht wirklich ablenken.

Vorallem aber bin ich ein Gewohnheitspummel!

Nach so vielen Jahren des Zusammenlebens waren bei uns viele Strukturen fest und gut.

Ich meine das jetzt wirklich positiv.

Jeder hatte seine kleinen Aufgaben ( ok ich mehr ehr weniger) und wir ergänzten uns im Alltag sehr gut.

Morgens war es ein eingespieltes Team, zwischen Frühstück machen, Brote schmieren, Bad nutzen, Hundegang, alles eingespielt, ohne Worte, passend für 2 Morgenmuffel.

Das war mein Kasus Knacktus der letzten Woche Sonntag.

Ich dachte mit Greul an den ersten richtigen Alltagstag nach der Trennung.

Der erste Morgen, an dem die Kinder wieder zur Schule müssen.

Ich selbst hatte ja schon wieder gearbeitet aber die Zuckerschnecken noch frei.

Also gabs morgens nur die Aufgabe, irgendwie einigermaßen pünktlich aus dem Bett zu kommen (nicht so leicht, wenn man abends noch nicht einschlafen kann), Kaffee kochen, anziehen, ab ins Büro.

Hunde wurden von den Kindern wenn sie wach waren in den Garten geschmissen und ich hatte erst ab Mittags meine Hunderunden.

Montag sollte es also nun losgehen, mit dem Vollprogramm an Morgenchaos ohne ihn.

Tag1 Montag:

Ich schlafe erst um 2 Uhr Nachts.

Ich verschlafe bis 7 Uhr, die Kinder sind schon wach angezogen und haben Ihr Müsli gegessen, ich mach nur noch ihre Brote, helfe bei den Rädern, verabschiede die Beiden.

Trink einen Kaffee, kämpfe gegen Müdigkeitsschwindel, schnapp mir die Hunde, peile Gedanklich kurz nach acht an, um im Büro sein zu können.

Bei der Hunderunde die erste richtige Eskallation, der Neuhund verkeilt sich so böse mit einem Nachbarshund, wir Herrchen kriegen sie erst nicht auseinander, die Leinen verheddert, um die Keiler, um das andere Herrchen, ich hab Timbas Leine aus der Hand verloren, der Hundeopa ist auch total aufgestachelt, bellt, knurrt mit, zieht an der Leine. Ich bin vollkommen überfordert.

Szene vielleicht einpaar Sekunden, kam mir aber sehr viel länger vor.

Der andere Hundehalter kriegt Timba am Geschirr zu fassen, hebt ihn hoch und wirft ihn in meine Richtung, ich fasse ihn.

Ich entschuldige mich tausendfach beim anderen Hundehalter, bin total fertig.

Der andere Hundehalter sieht es recht entspannt, kommt mal vor, ist ja nichts passiert…

Zuhause setze ich mich erstmal in den Wintergarten, rauche, trinke Kaffee, heule. Fühle mich schlecht.

Anschließend duschen, anziehen, stylen.

Ankunft im Büro 9,15 Uhr.

Die Hundeszene geht nicht aus meinem Kopf.

Schlechter Start!

Tag2.

Ich stehe relativ pünktlich auf.

Koche Kaffee, mach die Brot und merke erst nach sieben, daß die Kinder garnicht zu hören sind.

Ich gehe zu ihnen runter, rufe sie, die große Wuseldame kommt mir schreiend und weinend entgegen. Mama ich hab Angst, ich hab so Angst!

Dies ist ein vollkommen normaler Ausbruch der Großen, wenn sie mal verschläft, sie ist Frühaufsteherin, normalerweise vor 6 Uhr wach und braucht ihre 1,5 Stunden morgens.

Ich atme tief ein, nehme sie in den Arm und sage: Ja DU hast verschlafen, entschuldige ich dachte ihr wärt schon wach, Du hast noch eine halbe Stunde bis Du los mußt, Schatz das schaffst Du doch alles.

Die große heult weiter, zieht sich hektisch an, rennt wild rum.

Die Kleine guckt verpennt.

Mama wie lange hab ich noch?

Eine halbe Stunde mein Schatz!

OH ok. Alles gut, ich zieh mich dann mal an.

Gutes Kind!

Beide Kinder verlassen pünktlich das Haus, die Große heult aber immer noch etwas, zwischendurch hatte ich sie 3 mal in den Arm genommen.

Ich gehe schnell mit den Hunden, ziehe mich an, komme kurz nach acht im Büro an und fühle mich ausgekotzt.

Tag 3.

Ich stehe pünktlich auf.

Die Kinder sind wach, angezogen und ich mache Frühstück.

Wir lachen über ein, zwei Kleinigkeiten.

Die Kinder fahren pünktlich los, ich winke Ihnen.

Duschen ohne Haare, schminken, anziehen, Hunderunde.

Ich gucke um viertel vor acht im Auto auf die Uhr, biege auf den Parkplatz des Büros und … läche..

Alle guten Dinge sind 3 !!!!! 🙂

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Über vonpummelfeezuelfe

Über mich? Steht doch alles im Blog! :-)
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Eine Antwort zu Alle guten Dinge sind drei – oder so…

  1. Katja schreibt:

    Der Alltag kommt also doch. Ich finde deine Geschichte ziemlich rührend und wünsche dir Kraft 🙂 Das mit dem Hund wirst du im nachhinein noch belächeln. Soviel kann ich dir versprechen!

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